1.1 Überblick

Bauvorbereitung

  • alle Tätigkeiten, die erforderlich sind, um mit dem Hausbaubeginnen zu können
  • Planung des Hauses
  • Klärung Finanzierung
  • Auswahl des Haustyps und der Bauweise
  • wichtigsten Kriterien sind die Bebaubarkeit und die Bodenbeschaffenheit
  • Beginn des Hausbaus erfolgt mit dem ersten Spatenstich

Baupartner

  • Architekt
  • Bauingenieur
  • Bauunternehmer oder Fertighaushersteller

Bauvorbereitung

  • Festlegung der Ausbaustufen
  • Eigenleistung und/oder Ausbauhaus bzw. Selbstbauhaus
  • Klärung Raumbedarf
  • Energiebedarf des Hauses (Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Nullenergiehaus oder Plusenergiehaus)
  • Baustelleneinrichtung

Bauplanung

Theoretische Planung des Hauses durch Architekten und/oder Ingenieurbüros

Weg der Bauantragstellung

Reichen Sie den Bauantrag bei der Bauaufsichtsbehörde mit dem dafür vorgeschriebenen Formular ein.

Formular: Bauantrag nach § 68 Sächsische Bauordnung (SächsBO)
https://fs.egov.sachsen.de/formserv/zbsform?shortname=sakd_01_01_004_002&formtecid=2&areashortname=14178_Bauaufsicht&zbsbe-hoerde=15374

Nachdem Sie Ihren Bauantrag eingereicht haben, prüft die Bauaufsichtsbehörde dessen Vollständigkeit. Fehlen Unterlagen oder gibt es sonstige Mängel, wird Ihnen eine angemessene Frist zur Vervollständigung gegeben. Sind die Unterlagen vollständig, bestätigt die Bauaufsichtsbehörde Ihnen dies schriftlich. Sie teilt Ihnen auch mit, bis zu welchem Datum Ihnen die Baugenehmigung zugehen wird.

Über den Bauantrag muss innerhalb von drei Monaten nach dem bestätigten Eingangsdatum des vollständigen Antrags entschieden werden. Eine  Verlängerung der Frist um zwei weitere Monate ist bei Vorliegen wichtiger Gründe möglich; in diesem Fall wird Ihnen das auch schriftlich mitgeteilt. So ist gewährleistet, dass Sie möglichst ohne lange Verzögerungen mit Ihrem Bauvorhaben beginnen können. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass Sie ohne Baugenehmigung nicht mit dem Vorhaben beginnen dürfen!

Erhalten Sie die Baugenehmigung im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren nicht innerhalb der drei (beziehungsweise  fünf) Monaten, gilt sie automatisch als erteilt. Sie können dann bei der Bauaufsichtsbehörde beantragen, dass Ihnen darüber ein Zeugnis ausgestellt wird. Dieses hat dann dieselbe Rechtskraft wie eine Baugenehmigung. Falls erforderlich müssen aus Sicherheitsgründen die Nachweise über die Standsicherheit und den Brandschutz geprüft sein! Die Bauaufsichtsbehörde prüft, ob Ihr Vorhaben dem Bauplanungsrecht entspricht, also ob Sie das Vorhaben in diesem Gebiet durchführen dürfen.

Wenn Sie Abweichungen vom Bauordnungsrecht beantragt haben, wird über diese ebenfalls entschieden. Die Baugenehmigung schließt je nach Vorhaben auch andere Genehmigungen und Erlaubnisse (zum Beispiel Denkmalschutz) mit ein. Dabei werden die Gemeinde und nach Bedarf all die Stellen beteiligt, die an-gehört werden müssen, um das Bauvorhaben beurteilen zu können.

Wenn Sie mit dem Bauvorhaben beginnen, müssen Sie der Bauaufsichtsbehörde eine Baubeginnanzeige zukommen lassen.

Einzureichende Dokumente

  • Lageplan und Auszug aus der Liegenschaftskarte
  • Einsicht und Auszug aus dem Liegenschaftskataster
  • Amt24-Verfahrensbeschreibung
  • Bauzeichnungen
  • Baubeschreibung (Formular)
  • Standsicherheitsnachweis, Brandschutznachweis und andere bautechnische Nachweise
  • bei Gebäuden der Gebäudeklassen 1 bis 3


Weitere Informationen

  • Behälter,  Brücken,  Stützmauern,  Tribünen  und  sonstigen  baulichen Anlagen, die keine Gebäude sind, mit einer Höhe von mehr als 10 m:
    Erklärung des qualifizierten Tragwerksplaners, ob der Standsicherheitsnachweis geprüft werden muss
  • Angaben über Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen einschließlich eines Leitungsplanes der  Wasser- und Abwasserleitungen auf dem Grundstück 
  • Angaben zur Energieversorgung bei Vorhaben im Geltungsbereich  eines  Bebauungsplanes ein Auszug aus dem Bebauungsplan mit Eintragung des  Grundstücks und prüffähige Berechnung über die zulässige, die vorhandene und die geplante Grundfläche und Grundflächenzahl, Geschossfläche, Geschossflächenzahl und, soweit erforderlich, Baumasse und Baumassenzahl auf dem Baugrundstück.
  • In  bestimmten  Fällen  müssen  der  Standsicherheitsnachweis  und der Brandschutznachweis durch einen Prüfingenieur geprüft sein.

 

http://amt24.sachsen.de/