1.1 Bauvorbereitung

Bauvorbereitung

  • Alle Tätigkeiten, die erforderlich sind, um mit dem Hausbau beginnen zu können
  • Planung des Hauses
  • Klärung Finanzierung
  • Auswahl des Haustyps und der Bauweise
  • Wichtigsten Kriterien sind Bebaubarkeit und Bodenbeschaffenheit
  • Festlegung der Ausbaustufen
  • Eigenleistung und/oder Ausbauhaus bzw. Selbstbauhaus
  • Klärung Raumbedarf
  • Energiebedarf des Hauses (Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Nullenergiehaus oder Plusenergiehaus)
  • Baustelleneinrichtung
  • Beginn des Hausbaus erfolgt mit dem ersten Spatenstich

 

TIPP
Gut geplant ist halb gebaut! Im Internetportal des Vogtlandkreises finden Sie jede Menge Vorabinformationen, die Ihnen von vornherein beim Kaufen, Bauen oder Sanieren von Wohneigentum nützlich sein können. Schauen Sie mal rein!
>> www.vogtlandkreis.de/Bürgerservice-und-Verwaltung/Themen/Bauen-und-Wohnen >>

 

 

Baukosten

Neben den reinen Baukosten sollte von vornherein auch die Vielzahl weiterer finanzieller Belastungen ins Kalkül gezogen werden. So erhöhen beispielsweise auch Finanzierungs-, Planungs-, Erschließungs-, Umzugs- und verschiedenste Nebenkosten sowie weitere Folgekosten zum Beispiel für Außenanlagen den einzuplanenden Aufwand. 

TIPP
Unsere Checkliste 'Was kostet mein Bauvorhaben?' soll Ihnen bei Ihrer Kostenplanung behilflich sein.

 

 

Bauförderung, Bauplanung & Baupartner

Ob Kauf, Neubau oder Modernisierung - verschiedenste Stellen können Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen:

  • Förderstellen
  • Architektur-, Ingenieurbüros
  • Energie-/Berater
  • Fertighaushersteller
  • Bauunternehmen
  • Handwerker

TIPP
Eine Übersicht zu Auskunftsstellen rund um den Bau finden Sie unter Punkt 5! 

 

 

Weg der Bauantragstellung

Reichen Sie den Bauantrag bei der Bauaufsichtsbehörde mit dem dafür vorgeschriebenen Formular ein!

Formular: Bauantrag nach § 68 Sächsische Bauordnung (SächsBO) (am PC ausfüllbar)


Nachdem Sie Ihren Bauantrag eingereicht haben, prüft die Bauaufsichtsbehörde dessen Vollständigkeit. Fehlen Unterlagen oder gibt es sonstige Mängel, wird Ihnen eine angemessene Frist zur Vervollständigung gegeben. Sind die Unterlagen vollständig, bestätigt die Bauaufsichtsbehörde Ihnen dies schriftlich. Sie teilt Ihnen auch mit, bis zu welchem Datum Ihnen die Entscheidung zugehen wird. 

Über den Bauantrag muss innerhalb von drei Monaten nach dem bestätigten Eingangsdatum des vollständigen Antrags entschieden werden. Eine  Verlängerung der Frist um zwei weitere Monate ist bei Vorliegen wichtiger Gründe möglich; in diesem Fall wird Ihnen das auch schriftlich mitgeteilt. So ist gewährleistet, dass Sie möglichst ohne lange Verzögerungen mit Ihrem Bauvorhaben beginnen können. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass Sie ohne Baugenehmigung nicht mit dem Vorhaben beginnen dürfen!

Erhalten Sie die Baugenehmigung im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren nicht innerhalb der drei (beziehungsweise  fünf) Monaten, gilt sie automatisch als erteilt. Sie können dann bei der Bauaufsichtsbehörde beantragen, dass Ihnen darüber ein Zeugnis ausgestellt wird. Dieses hat dann dieselbe Rechtskraft wie eine Baugenehmigung. Falls erforderlich müssen aus Sicherheitsgründen die Nachweise über die Standsicherheit und den Brandschutz geprüft sein! Es kann auch sein, dass Sie neben der Baugenehmigung weitere Erlaubnisse/Genehmigungen benötigen (z. B. Unterschreitung Waldabstand o.a.). Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Bauingenieur/Bauplaner beraten!

Die Bauaufsichtsbehörde prüft, ob Ihr Vorhaben dem Bauplanungsrecht entspricht, also ob Sie das Vorhaben in diesem Gebiet durchführen dürfen.

Wenn Sie Abweichungen vom Bauordnungsrecht beantragt haben, wird über diese ebenfalls entschieden. Die Baugenehmigung schließt je nach Vorhaben auch andere Genehmigungen und Erlaubnisse (zum Beispiel Denkmalschutz) mit ein. Dabei werden die Gemeinde und nach Bedarf all die Stellen beteiligt, die an-gehört werden müssen, um das Bauvorhaben beurteilen zu können.

Wenn Sie mit dem Bauvorhaben beginnen, müssen Sie der Bauaufsichtsbehörde eine Baubeginnanzeige zukommen lassen.

 

 

Einzureichende Dokumente

    Gemäß § 1 Durchführungsverordnung zur Sächsischen Bauordnung:

    • Lageplan und ein Auszug aus der Liegenschaftskarte (§ 9)
    • Bauzeichnungen (§ 10)
    • Baubeschreibung (§ 11)
    • Standsicherheitsnachweis, der Brandschutznachweis und andere bautechnische Nachweise (§ 12)
    • Bei Vorhaben nach § 66 Absatz 3 Satz 2 Nummer 1 bis 3 der Sächsischen Bauordnung eine Erklärung des Tragwerksplaners zur Erforderlichkeit einer Prüfung des Standsicherheitsnachweises gemäß § 12 Abs. 3
    • Erforderliche Angaben über die Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen einschließlich eines Leitungsplans der Wasser- und Abwasserleitungen auf dem Grundstück
    • Erforderliche Angaben zur Energieversorgung
    • Bei Vorhaben im Geltungsbereich eines Bebauungsplans einen Auszug aus dem Bebauungsplan mit Eintragung des Grundstücks und eine prüffähige Berechnung über die zulässige, die vorhandene und die geplante Grundfläche und Grundflächenzahl, Geschossfläche und Geschossflächenzahl und, soweit erforderlich, Baumasse und Baumassenzahl auf dem Baugrundstück;
    • Erhebungsbogen des Statistischen Landesamtes für die Erhebungseinheiten gemäß § 2 Absatz 1 des Hochbaustatistikgesetzes vom 5. Mai 1998 (BGBl. I S. 869), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 26. Juli 2016 (BGBl. I S. 1839) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung.

    In bestimmten Fällen müssen der Standsicherheitsnachweis und der Brandschutznachweis durch einen Prüfingenieur geprüft sein.  

    http://amt24.sachsen.de/

     

    Tipp
    Unsere Checkliste für Bauvorlagen unter Punkt 1.2.1 soll Ihnen das Zusammenstellen aller erforderlichen Dokumente und Unterlagen erleichtern!