Planen Sie Ihr Bauvorhaben anhand folgender Informationen:
 

1.3 Was kostet mein(e) Immobilie/Bauvorhaben?

Neben dem eigentlichen Kaufpreis sind noch weitere Kosten der Bestandsimmobilie / dem Grundstück, einschließlich Neubau, zuzuordnen. Folgende Kostengruppen können für Sie relevant sein:?


Beim Kaufpreis können Sie Auskünfte aus der Bodenrichtwertkarte als Maßstab für den Bodenwert zugrunde legen. Diese ist über den Gutachterausschuss beim Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge zu beziehen (Kontakt s. Kap. II Ansprechpartner - Behörden).


Als zusätzliche Erwerbskosten fallen in jedem Fall Grunderwerbssteuer und Grundbuchamts-/Notargebühren an. Schalten Sie einen Makler ein, wird auch die entsprechende Provision fällig. Insgesamt sollten Sie etwa 10 % vom Kaufpreis für zusätzliche Erwerbskosten, einschließlich Maklerprovision, einplanen.


Die notwendigen Erschließungskosten können auch einen erheblichen Anteil des Gesamtvorhabens ausmachen. Deshalb prüfen Sie sorgfältig, welche Erschließungssituation besteht. Die vorhandene Netzinfrastruktur ist auch im Hinblick auf die Energieversorgung von Bedeutung. Sollte im Zuge des Bauvorhabens eine neue Zufahrt oder eine vorhandene verlegt werden, so ist diese beim Fachdienst Tiefbau zu beantragen (Kontakt s. Kap. II Ansprechpartner - Behörden).


Bei der Baufeldfreimachung können geschützte Gehölze betroffen sein. Beachten Sie die Regelungen der Baumschutzsatzung. In Bebauungsplangebieten ist nach Realisierung des eigentlichen Bauvorhabens eine Begrünung des Grundstückes vorgeschrieben. Beachten Sie für Ihre Kostenkalkulation die entsprechenden grünordnerischen Festsetzungen. Zur Ermittlung der Baukosten für Neubau bzw. Modernisierung einer Bestandsimmobilie sollten Sie in jedem Fall fachlichen Sachverstand einholen. Eine Auswahlliste für bauvorlageberechtigte Architekten und Ingenieure ist im Kap. V Planer und Handwerker enthalten.
Handelt es sich um eine Bestandsimmobilie, sollten Sie anhand der Denkmalliste prüfen inwieweit Ihr Haus ein Baudenkmal ist. Die Liste finden Sie im Internet unter dem Link.


Beachten Sie im Falle der Denkmaleigenschaft, dass Sie jegliche Veränderungen am Denkmal beantragen und genehmigen lassen müssen, selbst wenn diese genehmigungsfrei nach Bauordnungsrecht sind. In diesem Fall muss eine separate denkmalrechtliche Genehmigung beantragt werden. Für eine denkmalgerechte Ausführung können Mehrkosten entstehen, die andererseits steuerrechtlich geltend gemacht werden können. In jedem Fall sollten Sie sich im Vorfeld jeglicher Baumaßnahmen am Denkmal mit der unteren Denkmalschutzbehörde abstimmen.


Formulare finden Sie hier.

Ansprechpartner DenkmalFrau Farin
Tel. 03501 556 363
annetta.farin@pirna.de

Bei den Baunebenkosten entfällt der größte Anteil auf die Architektur- und sonstigen Planungsleistungen, einschließlich der Baugenehmigungsgebühr. Hervorzuheben, auch im Hinblick auf die weiteren Betriebskosten Ihrer Immobilie, ist eine umfassende Energieberatung. Im Falle des Neubaus ist ohnehin die Energieeinsparverordnung (ENEV 2009) anzuwenden, die Normen zum Energieverbrauch festlegt und im Zusammenhang mit dem Wärmegesetz (EEWärmeG) einen Anteil an erneuerbarer Energien fordert. Der ENEV-Nachweis ist Bestandteil der Baugenehmigungsunterlagen. Gleiches gilt für die genehmigungspflichtige (grundhafte) Sanierung von Altbauten. Auch bei Modernisierungen von Bestandsimmobilien wird ein schrittweises Nachrüsten zur Energieeinsparung gefordert.


Lediglich bei Baudenkmalen sind Abweichungen von den Vorgaben der ENEV zulässig, sofern die Substanz oder das Erscheinungsbild beeinträchtigt wird oder andere Maßnahmen nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich sind. Gerade bei Bestandsimmobilien sollten Sie sich einen genauen Überblick über den Energieverbrauch verschaffen. Erste Orientierung ist der bestehende Energieausweis. Sie sollten aber in jedem Fall mögliche Optimierungen in die Zukunft gerichtet prüfen lassen. Energieberater und Fördermöglichkeiten finden Sie auf der Internetseite der Sächsischen Energieagentur GmbH unter www.saena.de.


Insgesamt können Sie pauschal mit Baunebenkosten von etwa 15 % für einen Neubau rechnen.


Sollten Sie ein unbebautes Grundstück erworben haben, so empfiehlt sich nach Zustellung der Baugenehmigung die Beantragung einer neuen Hausnummer. Die konkrete Verortung der Baustelle erleichtert die Anlieferung der Baustoffe und die notwendige Erschließung soweit nicht vorhanden.

Ansprechpartner HausnummerFrau Boller
Tel. 03501 556 341
katrin.boller@pirna.de

Die vereinfachte Checkliste auf der nachfolgenden Seite sollte für Sie nur als Orientierung für eine Erstkalkulation bzw. spätere Kostenverfolgung dienen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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