Planen Sie Ihr Bauvorhaben anhand folgender Informationen:
 

Satzungen und Beschlüsse

Nachfolgend erhalten Sie grundlegende Informationen zu den wichtigsten kommunalen Rechtsvorschriften, die – neben der Sächsischen Bauordnung – bei der Planung und Durchführung von Bauvorhaben in Heidenau zu beachten sind.
Die Kontaktdaten der benannten Ansprechpartner finden Sie unter Punkt II.

Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan (FNP) stellt als Vorbereitende Bauleitplanung nach den Vorschriften des Baugesetzbuches (BauGB) für das gesamte Gemeindegebiet die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung dar. Er legt grundsätzlich fest, WO in der Gemeinde gebaut werden kann. Der FNP hat für den Bürger keine unmittelbare rechtliche Wirkung, beinhaltet jedoch behördenintern bindende Vorgaben, die bei der planungsrechtlichen Beurteilung eines Bauvorhabens zu beachten sind. In Heidenau gibt es derzeit noch keinen bestätigten FNP. Es liegt nur ein Entwurf des FNP mit Stand von 04/99 vor (siehe Flächennutzungsplanentwurf unter Punkt 1.1 der Anlagen), der allerdings ausschließlich orientierenden Charakter hat.

Ansprechpartner: Stadtverwaltung Heidenau, Bauamt, Sachgebiet Stadtentwicklung, Herr Holthaus

Bebauungspläne

Bebauungspläne (BP) legen als Verbindliche Bauleitplanung nach BauGB parzellenscharf für einen Teil der Gemeinde die zulässige Bebaubarkeit fest. Es wird also vorgegeben, WIE gebaut werden muss. Als gemeindliche Satzung sind die BP für die innerhalb des Geltungsbereiches befindlichen Baugrundstücke für den Bauwilligen verbindlich (siehe Bebauungsplanliste unter Punkt 1.2 der Anlagen).

Ansprechpartner: Stadtverwaltung Heidenau, Bauamt, Sachgebiet Stadtentwicklung, Herr Holthaus

Abgrenzungssatzung

Zur gesamtstädtischen Festlegung der Grenzen für die im Zusammenhang bebauten Ortsteile hat die Stadt in Abstimmung mit der Baugenehmigungsbehörde eine Satzung nach BauGB erarbeitet und beschlossen. Ziele sind hier die Präzisierung und Vereinheitlichung bei der Beurteilung von Innen- bzw. Außenbereichsvorhaben (siehe Abgrenzungssatzung unter Punkt 1.3 der Anlagen).

Ansprechpartner: Stadtverwaltung Heidenau, Bauamt, Sachgebiet Stadtentwicklung, Herr Holthaus

Sanierungssatzung

Ein Sanierungsgebiet ist ein durch Satzung nach BauGB festgesetzter Teil des Gemeindegebietes (siehe Sanierungssatzung unter Punkt 1.4 der Anlagen), in dem durch städtebauliche Sanierungsmaßnahmen bestimmte städtebauliche Missstände beseitigt werden sollen. Für den Sanierungswilligen können sich hieraus einerseits Restriktionen ergeben, andererseits ist die Inanspruchnahme von Fördermitteln möglich.

Ansprechpartner: Stadtverwaltung Heidenau, Bauamt, Sachgebiet Stadtentwicklung, Frau Steinke

Gehölzschutzsatzung

Bestimmte Gehölze sind auf Grundlage der Gehölzschutzsatzung geschützt, d.h. deren Rodung oder Rückschnitt ist grundsätzlich verboten bzw. bedarf einer vorherigen Genehmigung. Die Gehölzschutzsatzung finden Sie im Internet unter: www.heidenau.de -> Stadt/Rathaus -> Rathaus -> Ortsrecht

Ansprechpartner: Stadtverwaltung Heidenau, Bauamt, Sachgebiet Stadtentwicklung, Frau Fiedler

Abwassersatzung

Der Stadt Heidenau obliegt die Abwasserbeseitigungspflicht. Für die Anlieger gemeindlicher Abwasserkanäle besteht im Allgemeinen eine Anschluss- und Benutzungspflicht. Näheres regelt die Abwassersatzung. Diese finden Sie im Internet unter: www.heidenau.de -> Stadt/Rathaus -> Rathaus -> Ortsrecht

Ansprechpartner: Stadtverwaltung Heidenau, Bauamt, Sachgebiet Abwasser, Frau Häber

Sonstige lokale Besonderheiten

Weiterhin sind je nach Lage des Baugrundstückes weitere Vorschriften oder Belange für das konkrete Bauvorhaben von Bedeutung, die ggf. einer behördlichen Prüfung bzw. Entscheidung bedürfen; Beispiele hierzu sind:

  • Lage in einem Gebiet für Arten-, Natur- bzw. Landschaftsschutz (hier bestehen naturschutzrechtliche Einschränkungen)
  • Lage innerhalb eines Überschwemmungsgebietes bzw. Wasserschutzgebietes (hier bestehen wasserrechtliche Einschränkungen)
  • Lage an einem Gewässer (hier bestehen Einschränkungen innerhalb des Gewässerrandstreifens)
  • Lage in einem Hohlraumgebiet (hier kann die Statik des Gebäudes beeinträchtigt werden bzw. es können Grundstücksnutzungen wie Erdwärmeverwendung oder Versickerungen beschränkt sein)
  • Lage in einem Altlastengebiet (hier kann eine Dekontamination erforderlich werden bzw. es können Grundstücksnutzungen wie Kinderspielanlagen etc. beschränkt sein)

Ansprechpartner: Landratsamt, Oberbergamt etc.