Planen Sie Ihr Bauvorhaben anhand folgender Informationen:
 

1.3 Aktuelles aus dem EEWärmeG

Seit dem 01.01.2009 müssen alle Neubauten zusätzlich die Anforderungen des Gesetzes zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich, das EEWärmeG, einhalten. Das Gesetz regelt, dass ein bestimmter Anteil des Wärmebedarfs von Gebäuden mit erneuerbarer Energie gedeckt werden soll.

Der Bauherr kann entscheiden, ob er der Nutzungspflicht (§ 3) zur anteiligen Nutzung von erneuerbaren Energien nachkommt oder stattdessen eine Ersatzmaßnahme (§ 7) anwenden möchte.

Um die Nutzungspflicht zu erfüllen, können einzelne, aber auch verschiedene Energieformen in Kombination eingesetzt werden, wie:

solare Strahlungsenergie
  • Deckung von mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs
  • bei Wohngebäuden mit max. zwei Wohnungen, die Fläche der Solarkollektoren mindestens 0,04 m² der Gebäudenutzfläche
  • bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen, Fläche der Solarkollektoren mindestens 0,03 m² der Gebäudenutzfläche
Geothermie / Umweltmasse / Biomasse
  • Deckung von mindestens der Hälfte des Wärmebedarfs
Ersatzmaßnahmen
  • Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz
  • ist gegeben, wenn die Anforderungen an den maximalen Jahres-Primärenergiebedarf
  • Qp sowie den maximalen Wärmeverlust über die Gebäudehülle H´T um mindestens 15 Prozent unterschritten werden
technische Abwärme
  • Deckung von mindestens der Hälfte des Wärmebedarfs
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
  • Deckung von mindestens der Hälfte des Wärmebedarfs
Fernwärme
  • mit mindestens 50 Prozent KWK-Anteil

 

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